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Das Gefieder

Das “Gefieder” oder die “Federn” unserer Enten dienen als Kälteschutz, ermöglichen die Fortbewegung durch den Flug, und haben aber auch eine große soziale Bedeutung bei der Balz.

Hier sind wir wieder bei einer besonderen Eigenschaft unserer Rotschulterenten angelangt: Fast alle Entenvögel wechseln ihr Gefieder vom sog. Ruhekleid zum Prachtkleid im Herbst, und wieder umgekehrt vom Prachtkleid zum Ruhekleid im Frühsommer.

Wie gesagt, fast alle Entenvögel, außer unsere Rotschulterenten. Der Erpel zieht kein Ruhekleid an, er ist immer im Prachtkleid, das ganze Jahr über!

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist das Einfetten der Federn. Alle Entenrassen besitzen nur eine einzige Hautdrüse, die sog. Bürzeldrüse oder kurz “Bürzel” genannt. Diese Drüse befindet sich stets an der Oberseite der Schwanzwurzel. In ihr wird andauernd ein öliges Sekret gebildet, welches die Ente mit dem Schnabel über ihr ganzes Gefieder verteilt. Dadurch wird das Gefieder gepflegt, es wird die Geschmeidigkeit erhöht, das Gefieder wird wasserabweisend.

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Typisches Verhalten aller Entenvögel: gemeinsames Bad, danach Einfetten der Federn mit Hilfe des Sekrets der Bürzeldrüse nach dem Baden.

 

Die verschiedenen Federn unserer Enten:

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Die Gefiederpartien unserer Rotschulterenten:

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   - Deckfedern:

Diese Federn sind überall am Entenkörper verteilt. Sie bedecken die Daunenfedern und schützen die Ente vor Kälte und Nässe.

- Daunenfedern:

Diese Federn liegen unter den Deckfedern, im sog. Untergefieder. Bei den Küken sind diese eindeutig sichtbar, da sie als erstes wachsen. Aber auch Alttiere besitzen Daunen. Ihre vorwiegende Aufgabe ist das Wärmen des Körpers. Die weiblichen Enten nutzen oft Daunenfedern zur Nestpolsterung.

Das Fluggefieder:

Schwinge

Der Flügel eines Vogels entspricht dem Arm des Menschen. Er besteht also aus Ober- und Unterarm, sowie der Hand. Die Finger sind verkümmert, der Teil der Hand ist größer. Der Oberarmknochen ist stabil und kurz. Die eigentliche “Schwinge” wird vom Unterarm und der Hand gebildet. Diese hat auf der Rückseite eine extrem elastische Haut, in der die Schwungfedern sitzen und halt finden. Am sogenannten Brustbeinkamm befinden sich die Flugmuskeln, die den Flügel so stark in Bewegung bringen können, das die Ente fliegt.

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