Banner_neu_1

Flugunfähigkeit

Unsere Rotschulterenten sind von Natur aus sowohl durch ihren Körperbau, ihr geringes Gewicht als auch ihrer Größe extrem gute und vor allem wendige Flieger.

Erpel_fliegend

Bild oben: fliegender Erpel, ein sagenhafter Anblick!

Bild unten: Enten im Flug fotografiert

Enten_fliegend

Auf der einen Seite ist dies ein wunderbarer Anblick, Rotschulterenten fliegen zu sehen, auf der anderen Seite zum Leidwesen ihrer Besitzer doch nicht immer ganz erwünscht. Dabei gibt es 3 verschiedene Möglichkeiten unsere Pfleglinge flugunfähig zu halten, auf die ich hier kurz eingehen möchte:

a.) Flügelklammern:

Flügelklammern sind einfache Blechteile, die als “Spange” sozusagen zusammengebogen sind. Die Spange kann ähnlich der Wirkung einer Pinzette geschlossen werden. Dabei werden Teile des Flügels “eingeklemmt” und mit einer kleinen Schraube gesichert. Ziel ist es dabei, das die Ente ihre Flügel nicht mehr ganz ausbreiten kann, und somit das Fliegen unterbunden wird.

Flügelklammer1

Vorteile:

- Klammern können jederzeit wieder entfernt werden

- Ente bleibt immer flugfähig.

Nachteile:

- Die Tiere können sich nicht mehr richtig putzen und fetten, dadurch Verschmutzungsgefahr. Die Enten können durch Parasiten befallen werden.

- Klammern können vom Flügel rutschen oder vom Tier abgestreift werden

b.) Stutzen der Flügel:

Dabei werden mit einer guten und scharfen Schere die Schwungfedern gekürzt. Einige Züchter schneiden nur einmal längsseits der Schwungfedern ein großes Stück kürzer, andere versuchen dies möglichst unauffällig durch schneiden entlang der Kiele die sog. “Fahnen” zu entfernen. Gestutzt wird immer nur ein Flügel!

Stutzen3Stutzen5

Bild links: Flügel vor dem Stutzen

Bild rechts: richtig gestutzer Flügel

 

 

Vorteile:

- Flugunfähigkeit dauert garantiert bis zur nächsten Mauser an.

- beste, sicherste ! und einfachste Art ohne jegliche Schmerzen für das Tier

Nachteile:

- nach jeder Mauser durchzuführen

- verpasst man den richtigen Termin zum Beschneiden nach der Mauser, sind die Enten voll flugfähig!

c.) Kupieren der Flügel

Ich mache gleich darauf aufmerksam, das sowohl in Deutschland, als auch in Österreich das Kupieren der Flügel gesetzlich verboten ist.

Tierschutzgesetz (TierSchuG) §6:

“Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen eines Wirbeltieres.”

Tierschutzgesetz (TierSchuG) §1:

“Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden hinzufügen”

Bei dieser grausamen Praktik werden dem Kücken bereits nach wenigen Tagen mit einer Zange die noch knorpeligen Flügel zerstümmelt, in dem der Flügel nach dem Handwurzelknochen abgetrennt wird. Dies entspricht bei uns Menschen in etwa einer Handamputation.

Ich werde hier in dieser Stelle nicht weiter auf das Kupieren eingehen und appelliere an alle Halter das Tierschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland zu beachten!

Vorteile:

- Flugunfähigkeit garantiert ein Entenleben lang

Nachteile:

- Schmerzempfinden während des Eingriffes ist nicht eindeutig geklärt

- bei schlechter Desinfizierung der Wunde Todesfälle möglich

- Gefangenschaftsflüchtlinge haben keine Überlebenschance

Fazit:

Das rechtzeitige “Stutzen” der Flügel ist in Anbetracht des Tierschutzgesetzes  aber auch im Interesse unserer Pfleglinge zu bevorzugen.

 

Start | Über mich | Allgemeines | Verbreitung | Steckbrief | Farbschläge | Ente und Erpel | Platzbedarf | Gefieder | Feinde | Winter | Fortpflanzung | Das Ei | Aufzucht | Fütterung | Entwurmung | Flugunfähigkeit | Krankheiten | Tierversand | Youtube | Voliere bauen | Impressum |