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Das richtige Fundament mit Schwimmgelegenheit

Man Hüte sich stets davor, eine Voliere auf den blanken Erdboden zu stellen. Auch wenn der gewachsene Boden noch so hart erscheint, Fuchs, Marder, Iltis, Waschbär sog. “Raubzeug oder Raubwild” finden immer eine Stelle, in der sie eindringen können. Auch wenn die Arbeit mühsam erscheint, ein richtiges Fundament aus Beton ist für unsere Voliere Pflicht! Die Aussage vieler: “Bei uns gibt es keine Füchse und Marder” würde ich lieber nicht machen. Auch wenn wir sie niemals zu Gesicht bekommen, glaubt mir, auch bei euch gibt es sie! In vielen Gegenden Deutschlands an denen Sand-, oder Lösboden vorkommt ist es ratsam, sogar unter der Voliere in der Erde ein verzinktes Drahtgitter zu legen. Diese Methode ist die sicherste. So dringen garantiert keine Feinde ein.

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Bild oben: einfacher Verschlag für Entenhaltung ohne Fundament. Das Eindringen von Raubwild, aber auch Mäusen, Ratten und Maulwürfen ist hier vorprogrammiert.

Am besten und einfachsten ist es, ein sogenanntes “Ringfundament” zu erstellen. Dabei wird rings um die Stelle, auf der die Voliere später stehen soll, ein Graben ausgehoben. Dieser sollte mindestens so breit wie ein Spaten (ca. 20 cm), sowie 2-mal so tief wie ein Spaten, also ca. 50 cm ausgehoben werden. Mein Tip: kauft euch im Fachhandel eine sog. “Kabelgrabenschaufel”. Diese ist nur 16 cm breit aber 30 cm hoch. Dieser Graben wird nun mit Estrich-Beton aus dem Baumarkt aufgefüllt. Achtung: Bitte den Beton möglichst nur “erdfeucht” anmischen, nicht zu flüssig! Nun wird der Beton mit Wasser gemischt, eingefüllt. Wir nehmen einen Pfosten oder ein Kantholz zu Hilfe, um den Beton etwas festzustampfen. Wir bleiben dabei ca. 10cm unter der späteren Grasnarbe und warten ca. 2 Tage bis der Beton endgültig fest ist.

Nun werden die Rasenkanten-Steine exakt auf Grasnarbenhöhe aufbetoniert. Eine Schnur gespannt erleichtert uns die Arbeit ungemein. Dabei ist zu beachten, das die Steine exakt aneinander liegen sollen. Dies hat folgenden Sinn: Würden wir die Voliere auf den blanken Beton stellen, könnte Regenwasser nicht oder nur schlecht ablaufen, Unsere Voliere würde in kürzester Zeit verrotten. Durch die Rasenkanten - Steine kann das Wasser in die Fugen eindringen und in der Erde seitlich abfließen.

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Bild oben: absolut dichtes Ringfundament

Ich nutze zusätzlich noch einen alten Waschbetonplatten-Weg mit dem ich trocken Fußes die Voliere betreten und diverse Arbeiten durchführen kann, ohne im Schlamm bei Schlechtwetter oder im Winter zu versinken. Zusätzlich ”fällt” meine Voliere nach vorne links in die Ecke etwas ab, um bei Starkregen oder Überschwemmung die Voliere zu schützen, indem das Wasser in eine Ecke ablaufen kann.

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Bild oben: frischer Rollrasen links vom Plattenweg, Rollrasen nach 4 Wochen mit guter Wässerung rechts.

Um die Baustelle schneller “begrünen” zu lassen, habe ich im Baumarkt Rollrasen gekauft und verlegt. So hat man binnen einer Stunde einen tollen, grünen und vor allem dichten Rasen. Zum Windschutz und zur Beschattung habe ich zusätzlich (ganz links im Bild) eine neue Ligusterhecke gepflanzt. ACHTUNG: Viele Hecken sind für unsere Enten giftig. Also Finger weg von folgenden Heckenarten: Kirschlorbeere, Stechapfel, Thuja, Buchsbaum, Eibe, Eisenhut, Fingerhut, Goldregen, Oleander, Rhododendron und Tollkirsche. Am besten man entscheidet sich für Liguster oder für eine Hein- oder Rotbuchenhecke.

zur Schwimmgelegenheit:

Natürlich brauchen wir unbedingt für unsere Enten eine ausreichende Bade- und Schwimmgelgenheit wie schon unter der Rubrik “Unterbringung” beschrieben. Je größer, desto besser! Ich rate dringend ab, einen schön angelegten Gartenteich zu nutzen. Dieser wird in kürzester Zeit zu einer stinkenden Kloake:

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, haben unsere Pfleglinge die negative Eigenart, fast ausschließlich in das Wasser zu koten. Es ist deshalb ein “MUSS”, die Schwimmgelegenheit mindestens alle 3-5 Tage zu säubern. Ein Kanalablauf erspart uns dabei eine Menge Arbeit. Wer schon mal 200 Liter Wasser mit der Hand aus einer eingegrabenen Wanne mit einem Eimer geschöpft hat, weiß von was ich rede!

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Ich habe das Glück, das meine Voliere im höchsten Teil des Gartens seht, und ich durch das natürliche Gefälle eine Kanalableitung graben konnte. Diese liegt ca. 70 cm tief in der Erde und ist 25m lang. Alleine das Verlegen des Abwasserrohres durch den Garten hat mich gut 6 Wochen an Grabarbeiten, eine Menge überschüssiger Erde, und eine Menge Schweiß gekostet. Dagegen war das Eingraben des Teichbeckens eine Kleinigkeit: Loch ausheben, ein Vlies gegen durchdrückende Steine einlegen, eine 5cm Schicht Sand einbringen, Becken daraufsetzen, halb mit Wasser füllen, Ränder mit Sand ausfüllen, oberen Rand betonieren, fertig.

Als eigentliche Schwimmwanne nutze ich ein sog. “PE* Becken rund” mit 1,20 m Durchmesser und 35 cm Tiefe. Den Ablauf habe ich mir selber aus einem alten Waschbecken und ein paar alten Dichtungen und Rohren gebaut. Ein “Siphon” oder auch “Geruchsabschluß” genannt, ist nicht nötig.  Natürlich muß der Ablauf absolut dicht sein, was vor dem Einbau zu testen ist.

(*) PE = Polyethylen: auch unter “Standard-Kunststoff” bekannt. Solche Becken gibt es auch aus PVC = Polyvinylchlorid: auch unter “Vinyl” bekannt. Kostet solch ein Becken aus PE ca. 120 .-€uro, kostet dasselbe aus PVC schon 205 .- Euro. Der Unterschied: PVC Becken sind wesentlich stabiler und eignen sich deshalb auch zum Losen hinstellen ohne eingegraben zu werden. PE Becken hingegen sind relativ instabil und sollten deshalb besser eingegraben werden. Jeder hat nun die Qual der Wahl. Ich habe mich - wie oben beschrieben - für ein PE Becken entschieden und bin super zufrieden damit.

Rechts neben der neuen Voliere steht mein altes Gewächshaus, das ich als Winterquartier für meine Enten nutze. Dieses wird später durch einen Gang an die Voliere angeschlossen. Dazu aber später mehr.

 

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