Banner_neu_1

Brutprobleme und deren Ursachen

Oftmals gibt es aber Probleme beim Legen und Brüten. Einige Züchter haben mir berichtet, besonders im Jahr 2016 keine ausreichenden Bruterfolge zu haben. Ich möchte dies zum Anlass nehmen hier meine Erfahrungen darzulegen:

Befruchtete Eier - unbefruchtete Eier

In erster Linie sollten wir bestrebt sein, aus möglichst allen gelegten Eiern, Küken zu erhalten. Leider muß man aber oft beim “Schieren” der Eier feststellen, das doch relativ viele oder oft auch alle Eier unbefruchtet sind. Die “Schuld” gleich beim Erpel zu suchen wäre hier doch zu einfach, da es noch eine Vielzahl anderer Faktoren geben kann, welche eine maßgebliche Rolle für nicht befruchtete Eier darstellen.

Hier möchte ich einmal eine Reihe von Einflüssen aufzeigen, die sich positiv oder negativ auf die Befruchtung des Ei’s auswirken können:

a.) negative Auswirkungen bzw. keine Befruchtung:

- durch unsere Neugier (häufige Nestkontrollen) wird die Ente beim Brüten gestört, die Ente wärmt die Eier nicht mehr ausreichend.

- Die Enten stammen selbst aus einer Kunstbrut, sind zu unerfahren, zu jung, der Brutinstinkt ist verkümmert, dies kann sich aber in den Folgejahren bessern, je älter die Ente wird.

- Es ist zu kalt, die Eier haben Frost abbekommen, der Keimling ist erfroren.

- Es sind zu wenig Nistmöglichkeiten vorhanden, die Enten “streiten” sich um Nistplätze.

- die Enten haben keine ausreichende Möglichkeit den “Tretakt” regelmäßig zu wiederholen.

- Das Schwimmwasser ist zu stark verschmutzt.

- Andere, vor allem größere Rassen vertreiben die kleinen Rotschulterenten aus der Badegelegenheit.

- Die Badegelegenheit ist schlichtweg zu klein.

- Durch verschiedene Entenrassen in der Voliere kommt es oft zum Streit, die Enten leben im Dauerstress, Rangkämpfe, Futterkämpfe, Badekämpfe und Revierkämpfe schwächen die Enten zusätzlich.

- Die Voliere und/oder der Auslauf sind durch Sträucher, Bäume oder Büsche zu dunkel, es fehlt an Licht und wärmender Sonne.

- Unruhe durch umherstreifende Katzen und Hunde, spielende Kinder, aber auch Raubzeug aus der Luft und dem Boden beunruhigen unsere Enten. Die Enten haben schlichtweg “Angst”.

- Eindringende Ratten machen sich über die Eier her und zerstören das Gelege.

- Eine übermäßige Verfettung der Tiere ist zu vermeiden. Besonders im Frühjahr und im Sommer nur wenig Mais füttern!

b.) positive Auswirkungen bzw. gute Befruchtung:

- wir können unseren Enten eine gute und fertige Nistgelegenheit anbieten, die mit Sicherheit von den Enten sofort angenommen wird.

- gutes Futter mit Vitaminen und Mineralstoffen füttern

- nur gesunde und kräftige Vögel zur Brut einsetzen

- die Voliere sollte möglichst hell mit einer guten Sonneneinstrahlung stehen.

- Die Voliere MUSS Raubfeinden aller Art zu 100% Abwehr bieten.

- optimal ist ein Tretakt (Paarungsakt) auf dem möglichst sauberen und damit keimfreien Wasser

- die Enten sollten ungestört Balzen können

- die Enten sollten ihren Erpel selbst aussuchen dürfen

- unverpaarte oder andere Erpel haben in der Voliere mit den Zuchtpaaren nichts zu suchen!

- Die Paare sollten immer die Gelegenheit haben, den Tretakt möglichst oft und ungestört zu wiederholen, auch wenn die Ente schon Eier gelegt hat.

- während der Bebrütung sind fremde artfremde Entenrassen auszusperren.

 

Start | Brutprobleme |